Vereinswappen

SC Freiburg
Voller Name Sport-Club Freiburg
Gegründet 30. Mai 1904
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Badenova-Stadion
Plätze 25.000
Präsident Fritz Keller
Trainer Robin Dutt
Homepage www.scfreiburg.com
Liga Fußball-Bundesliga
Saison 2008/09 1. Platz
Heimtrikot SC Freiburg Heim.jpg
Auswärtstrikot SC Freiburg Auswärts.jpg

Der Sport-Club Freiburg ist ein Fußballverein aus Freiburg im Breisgau. Sowohl die Herrenmannschaft des SC (Fußball-Bundesliga) als auch die Frauen (Frauen-Bundesliga) spielen in der höchsten Spielklasse.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Vorgängervereine des SC waren der im März 1904 gegründete Freiburger FV 04 sowie der zwei Monate jüngere FC Schwalbe Freiburg. 1912 fusionierten der mittlerweile zu SV 04 umbenannte FV 04 und der erst zu FC Mars, dann zu FC Union umbenannte FC Schwalbe erstmals zum SC Freiburg.

Am 13. Dezember 1919 schloss sich der Verein der Freiburger Turnerschaft 1844 (früher: Freiburger TV 1844) an. Im Zuge des Streits zwischen Turn- und Sportverbänden traten die Fußballer 1924 wieder aus, um wieder den SC Freiburg zu bilden. In der reichsweiten Neuordnung des organisierten Sports wurden die beiden Vereine erneut zusammengeschlossen.

Nach dem zweiten Weltkrieg entstand als erster Nachfolgeverein der Turnerschaft der VfL Freiburg, der 1949 den alten Namen zurückbekam. 1952 traten die Fußballer erneut aus und bildeten den heute bestehenden SC Freiburg.

Wichtigster Präsident des SC Freiburg war Achim Stocker, den von 1972 an bis zu seinem Tod am 1. November 2009 der Führungsriege des Vereins angehörte. Er war dafür bekannt, sich die Spiele seines Teams nie live anzusehen, um seinen Kreislauf nicht zu belasten.

Im Jahre 2005 hatte der Verein 2700 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind rot und weiß. Das Wappen beinhaltet auf der linken Seite einen Greif und auf der rechten Hälfte das Kürzel SCF.

Profimannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Profimannschaft des SC Freiburg spielt in der Fußball-Bundesliga. Die 2. Mannschaft spielt in der Regionalliga Süd. Daneben gibt es Nachwuchsteams von der U12 bis zur U19. Zentrum der Nachwuchsarbeit ist die Freiburger Fußballschule.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SC Freiburg stand lange im Schatten des Spitzenvereins Freiburger FC. Vor der Einführung der Gauligen spielte der SC überregional keine Rolle. Zur Saison 1933/34 qualifizierte sich der SC für die neue Gauliga Baden, stieg aber als abgeschlagener Tabellenletzter umgehend ab. Vier Meisterschaften in der Bezirksklasse Oberbaden von 1934 bis 1937 brachten den SC vier Mal in die Aufstiegsrunde, in der sie den Aufstieg jedes Mal verpassten. Erst während des Zweiten Weltkriegs schafften die Freiburger mehrmals den Sprung in die immer weiter zersplitternde Gauliga, ohne jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Nach dem Krieg war der Verein fünf Jahre lang in der obersten Spielklasse, der Oberliga Südwest-Süd vertreten. Von 1950 bis 1978 spielten sie in der drittklassigen Amateurliga Südbaden. 1965 und 1968 hatte der SC die Möglichkeit, in die Regionalliga Süd aufzusteigen, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde.

Der Aufstieg des SC und der Niedergang des FFC begannen mit einer Fehleinschätzung, die 1972 dem FC-Vorstand unterlief: Der Leiter der Freiburger Oberfinanzdirektion, Achim Stocker, bot dem FFC dank seiner guten Beziehungen zu potenten Geldgebern finanzielle Unterstützung an, die der Vorstand jedoch ausschlug. Stocker ging stattdessen zum SC Freiburg, wo er bis zu seinem Tod am 1. November 2009 Präsident war.

1974 stieg der FC in die Amateurliga ab. Bereits im ersten gemeinsamen Jahr landete der Vizemeister SC vor dem großen Nachbarn, der die Liga jedoch 1977 wieder nach oben verließ. 1978 stieg auch der SC in die Zweite Bundesliga auf, wo er durchgehend höhere Tabellenplätze erreichte als der FFC. Jener stieg 1982 ab, der SC blieb im Mittelfeld der Zweitligatabelle und ist seither der tonangebende Freiburger Fußballverein.

Im Januar 2001 löste der SC auch bezüglich des Stadions den FFC ab, indem er das Möslestadion erwarb, um dort die Freiburger Fußballschule zur Nachwuchsförderung einzurichten.

Die Ära Finke (1991−2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 wurde Volker Finke als Trainer verpflichtet, der vom 1. SC Norderstedt kam, nachdem er zuvor 1990 den TSV Havelse bis in die 2. Bundesliga geführt hatte. Mit Jens Todt und Thomas Vogel brachte dieser noch zwei Spieler aus Havelse mit. Unter Finke sollte der SC Freiburg seine bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte haben. Zur ersten gesamtdeutschen Saison wurde die Zweite Bundesliga in die Staffeln Nord und Süd mit je zwölf Mannschaften aufgeteilt, deren Tabellenerste in die Bundesliga aufstiegen. Nachdem der SC Freiburg zunächst Platz eins belegt hatte, zog im Laufe der Aufstiegsrunde der 1. FC Saarbrücken an ihm vorbei, womit der Aufstieg zunächst knapp verpasst wurde. Ein Jahr später belegte der Verein in der „Mammutsaison“ mit insgesamt 24 Mannschaften und 46 Spieltagen Platz eins, womit er erstmals in die Bundesliga aufstieg. Ab dem siebten Spieltag war die Tabellenführung nicht mehr aus der Hand gegeben worden. Die erste Bundesligasaison war vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Ab dem drittletzten Spieltag folgte eine Aufholjagd mit drei Siegen hintereinander, womit der am Saisonende punktgleiche 1. FC Nürnberg eingeholt werden konnte, der aufgrund des schlechteren Torverhältnisses absteigen musste.

Volker Finke, Trainer des SC Freiburg von 1991 bis 2007

Dem sehr knappen Klassenverbleib im ersten Jahr folgte 1995 der dritte Platz und damit die Qualifikation für den UEFA-Pokal 1995/96, aus dem die Freiburger in der ersten Runde gegen Slavia Prag ausschieden. In der Spitzengruppe der Liga konnte der SC sich nicht halten. Vor allem der Weggang des Spielmachers Rodolfo Cardoso konnte nicht kompensiert werden. 1997 stiegen die Freiburger erstmals ab, kamen aber nach einem Jahr wieder in die Bundesliga zurück und erreichten 2001 wieder den UEFA-Cup, aus dem sie erst in der dritten Runde ausschieden: Nach Erfolgen gegen den slowakischen Vertreter Matador Púchov und den FC St. Gallen unterlagen sie im Dezember 2001 knapp dem späteren UEFA-Cup-Sieger Feyenoord Rotterdam.

In der Liga rutschten die Freiburger derweil in die untere Tabellenhälfte. Am Ende der Saison stiegen sie ab, erholten sich aber wieder schnell - 2003 waren sie wieder oben. Die Saison 2004/2005 markierte den dritten Abstieg und die vorerst letzte Bundesligasaison. Nur drei Siege und 18 Punkte konnten während der Saison geholt werden, womit der Verein abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Gleichzeitig war dies die schlechteste Saisonbilanz eines Bundesligisten seit Einführung der Dreipunkteregel. 2006 schaffte der SC den direkten Wiederaufstieg erstmals nicht. 2007 wurden sie zum zweiten Mal in Folge nur Vierter.

Entwicklung unter Robin Dutt (seit 2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligaplatzierungen des SC Freiburg seit dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga (ab Saison 1978/79)

Nach der insgesamt sechzehnjährigen Amtszeit von Trainer Volker Finke - der bislang längsten im deutschen Profifußball - wurde in beiderseitigem Einvernehmen ein Trainerwechsel zum Saisonende von 2007 beschlossen. Nachfolger wurde Robin Dutt. Auch in der ersten Saison unter dem neuen Trainer spielte der Verein um den Aufstieg mit, erreichte jedoch aufgrund einer Schwächephase zu Beginn der Rückrunde nur den fünften Platz.

2008 erlebte der SC Freiburg einen relativ guten Saisonstart; aus dem ersten sieben Spielen konnten fünf Siege und nur eine Niederlage verzeichnet werden, sodass am Ende der Hinrunde Platz drei belegt werden konnte. Nachdem die Mannschaft zum Rückrundenauftakt sechs Siege in Serie verzeichnen konnte, übernahm der SC Freiburg die Tabellenspitze. Am 31. Spieltag wurde der vierte Aufstieg in die Bundesliga und zugleich auch die Zweitliga-Meisterschaft durch einen 5:2-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz perfekt gemacht. Der SC Freiburg war damit die erste Mannschaft, welche die neu eingeführte Meisterschale der 2. Bundesliga in Empfang nehmen durfte.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova-Stadion

Innenansicht des Badenova-Stadions

Das Heimstadion des SC ist seit 1953 badenova-Stadion (bis 2004 Dreisamstadion) mit 25.000 Plätzen. Lediglich in der ersten Zweitligasaison wichen die Freiburger ins Möslestadion des Freiburger FC aus. Das Dreisamstadion liegt im östlichen Freiburger Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße.

Als Stadionzeitung gab es bis zur Saison 1995/96 den kostenlos verteilten "SC-Report", seitdem existiert das Stadionmagazin "Heimspiel". Seit dem ersten Aufstieg in die 1. Bundesliga 1993 hat es eine Vielzahl von Fanzines aus der Freiburger Fanszene gegeben. Zu den auch über die Grenzen Freiburgs hinaus bekannteren Fanzines zählte der "Fanman" und das "Charly".

Die erste eigene Spielstätte des SC war das 1928 eingeweihte Winterer-Stadion, das der Verein 1935 verlassen musste, weil es einem Flugplatz weichen sollte. Bis 1954 nutzte der Verein zumeist die Anlage der Turnerschaft.

Aktueller Kader zur Saison 2009/10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Saison 2009/10
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum beim SC seit letzter Verein
Torhüter
1 Simon Pouplin Franzose 28.05.1985 2008 Stade Rennes
21 Michael Langer Österreicher 06.01.1985 2008 VfB Stuttgart
26 Manuel Salz Deutscher 06.08.1985 2009 Stuttgarter Kickers
37 Oliver Baumann Deutscher 02.06.1990 2007 FC Bad Krozingen
Abwehr
2 Pavel Krmas Tscheche 03.03.1980 2007 FK Teplice
3 Felix Bastians Deutscher 09.05.1988 2009 BSC Young Boys
5 Heiko Butscher Mannschaftskapitän Deutscher 28.07.1980 2007 VfL Bochum
6 Cha Du-Ri Südkoreaner 25.07.1980 2009 TuS Koblenz
15 Oliver Barth Deutscher 06.10.1979 2007 Fortuna Düsseldorf
24 Mensur Mujdza Kroate 28.03.1984 2009 NK Zagreb
25 Sandro Sirigu Deutscher 07.10.1988 2009 SSV Ulm 1846
38 Ömer Toprak Deutscher 21.07.1989 2005 FV Ravensburg
39 Jackson Mendy Franzose 25.05.1987 2009 Hansa Rostock
Mittelfeld
7 Cedric Makiadi Kongolese 23.02.1984 2009 MSV Duisburg
10 Yacine Abdessadki Franzose 01.01.1981 2008 Racing Straßburg
18 Johannes Flum Deutscher 14.12.1987 2008 SC Pfullendorf
20 Ivica Banovic Kroatien 02.08.1980 2007 1. FC Nürnberg
23 Julian Schuster Deutscher 15.04.1985 2008 VfB Stuttgart
30 Dawit Targamadse Georgier 22.08.1989 2006 Meshakre Agara
40 Daniel Caligiuri Deutscher 15.01.1988 2005 SV Zimmern
Sturm
8 Mohammadou Idrissou Kameruner 08.03.1980 2008 MSV Duisburg
9 Papiss Demba Cissé Senegalese 03.06.1985 2010 FC Metz
11 Jonathan Jäger Franzose 25.05.1978 2007 1. FC Saarbrücken
13 Tommy Bechmann Däne 22.12.1981 2008 VfL Bochum
16 Felix Roth Deutscher 13.11.1987 2002 Offenburger FV
27 Stefan Reisinger Deutscher 14.09.1981 2009 SpVgg Greuther Fürth
34 Squipon Bektasi Deutscher 14.09.1990 2004 SV 08 Laufenburg

Wechsel zur Winterpause 2009/10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge

Ehemalige Spieler (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine komplette Auflistung aller Spieler des SC Freiburg, siehe Liste der Spieler des SC Freiburg.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robin Dutt

Name Geburtsdatum (Auswahl) von/bis Trainer
Robin Dutt 24. Januar 1965 (seit 1. Juli 2007)
Volker Finke 24. März 1948 (1. Juli 1991 bis 30. Juni 2007)
Eckhard Krautzun 13. Januar 1941 (1. Juli 1990 bis 30. Juni 1991)
Bernd Hoss 19. Juni 1939 (1. Dezember 1989 bis 30. Juni 1990)
Uwe Ehret 14. September 1955 (27. August 1989 bis 26. November 1989)
Lorenz-Günther Köstner 30. Januar 1952 (1. Juli 1989 bis 26. August 1989)
Uwe Ehret 14. September 1955 (9. April 1989 bis 30. Juni 1989)
Fritz Fuchs 18. Oktober 1943 (1. Januar 1989 bis 8. April 1989)
Jörg Berger 13. Oktober 1944 (1. Juli 1986 bis 17. Dezember 1988)
Horst Zick 29. Januar 1935 (23. März 1986 bis 30. Juni 1986)
Jupp Becker 30. März 1943 (25. Januar 1986 bis 22. März 1986)
Anton Rudinski 1. Oktober 1937 (1. Juli 1984 bis 1. Januar 1986)
Fritz Fuchs 18. Oktober 1943 (1. Juli 1983 bis 30. Juni 1984)
Werner Olk 18. Januar 1938 (1. Juli 1982 bis 30. Juni 1984)
Lutz Hangartner 24. September 1943 (1. Juli 1981 bis 30. Juni 1982)
Horst Zick 29. Januar 1935 (25. Januar 1981 bis 30. Juni 1981)
Norbert Wagner 15. Januar 1939 (1. Juli 1980 bis 24. Januar 1981)
Jupp Becker 30. März 1943 (1. Juli 1979 bis 30. Juni 1980)
Heinz Baas 13. April 1922 (30. September 1978 bis 30. Juni 1979)
Manfred Brief 11. Dezember 1939 (1. Juli 1972 bis 30. September 1978)
Edgar Heilbrunner k.A. (69/70–71/72)
Hans Diehl k.A. (64/65–68/69)
Hanns Faber 24. März 1925 (63/64–63/64)
Hans Roggow 1. März 1921 (60/61–62/63)
Kurt Mannschott k.A. (56/57–57/58)
Willi Hornung k.A. (53/54–54/55)
Andreas Munkert 7. März 1908 (50/51–52/53)
Arthur Mattes k.A. (49/50–49/50)
Andreas Munkert 7. März 1908 (46/47–48/49)
Zuvor übernahmen meist altgediente Spieler das Training.


Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gilles Mebes: Der SC Freiburg und der Ernst des Lebens, Freiburg 1999 (ISBN 3-933483-18-2).
  • Toni Nachbar und Otto Schnekenburger: SC Freiburg - Der lange Weg zum kurzen Pass, Göttingen 2002 (ISBN 3-89533-335-2).
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): Hundert Jahre 90 Minuten: Die Geschichte des SC Freiburg von 1904-2004, Dokumentation: Peter Martin, Freiburg 2004.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): 25 Jahre Sport-Club Freiburg 1904–29, Festschrift, Freiburg 1929.
  • Robert Kauer (Hrsg.): Phänomen Freiburg 1 - Der Aufstieg, Freiburg 1993; Phänomen Freiburg 2 - Eine unendliche Geschichte, Freiburg 1994; Phänomen Freiburg 3 - Mitten in Europa, Freiburg 1995.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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